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Affencup Itingen 2011 – Verkehrte Welt!!!

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Itingen 2011! – Verkehrte Welt!!!

 

Ich war geschockt! Der 13. August 2011 hat mein Weltbild komplett erschüttert!
Alles fing an, als ich von hier oben, mit bester Aussicht auf Itingen, auf das Eintreffen der Faustballer von Basel Ost wartete. Ich konzentrierte meinen Blick auf die Sportanlage von Itingen, als ich plötzlich am Rande meines Blickfelds wahr nahm, wie Rohri mit seinem Motorrad vor dem Restaurant Ochsen anhielt. Ich irrte mich nicht, er war es tatsächlich. Eine halbe Stunde zu früh! Ich änderte sofort meine Position um ungehindert Einblick in die Gartenwirtschaft zu erlangen. Und was ich dann sah riss mich glatt aus den Socken. Der hatte doch tatsächlich die Frechheit, ausserhalb des berühmt-berüchtigten Restaurant Bundesbähnli, einen WuKäPo zu bestellen und ihn genüsslich, als ob die Einnahme eines WuKäPo ausserhalb des Bundesbähnli alltäglich und absolut nicht als verrucht anzusehen wäre, zu verschlingen. Frechheit!!!
Zum Glück fanden sich dann noch weitere Östler in der selbigen Wirtschaft ein, die der Umstand des WuKäPo Fremdgehens aber seltsamerweise auf keinste Weise zu stören schien. Hmm – Komische Spezies diese Faustballer!
Eine halbe Stunde später konnte ich dann beobachten, wie auf dem Sportplatz alle zusammen fanden. Zum ersten Mal hatte ich freie Sicht auf alle Gesichter. Ha…!!! Ich konnte es nicht glauben! Das war ja Hans. Ja das ist jetzt interessant! Den konnte ich ja schon längere Zeit nicht mehr unter den strapaziösen Bedingungen eines Turnier spielen sehen.
Neben René Perret, Yannick und Rohri, die ich auch sofort erkannte, war da aber noch ein weiterer Mann dabei. Allerdings hatte dieser wohl die Sportart verwechselt, nahm ich zumindest an, denn er trug ein Golfhemd.
Nach dem Schiedsrichter Einsatz, den Yannick, das muss hier auch erwähnt werden, grandios hinter sich gebracht hat, ging es endlich los mit Faustball.
Der Rasenplatz schien auf gewisse Spieler eine ehrfürchtige Wirkung zu haben. Sie gestikulierten wild – ich denke es ging dabei um den Grössenunterschied des Feldes hier zu unserer Halle.
Dann die Aufstellung. Ich dachte mich tritt ein Pferd. Irgendwas musste mit der Luft in Itingen nicht stimmen. Yannick stand hinten links und Hans hinten rechts. Aber meines Erachtens waren die Beiden doch vollblut Angreifer. Auf der Position des Fünfers fand sich Rohri wieder, naja, da gibt’s nichts dazu zu sagen. Aber dann, vorne links der Neue, der von allen Michi genannt wurde und vorne rechts mit der Erfahrung von hunderten von Spielen, René. Was soll man dazu sagen. Es wurde so ziemlich alles auf den Kopf gestellt was nur ging mit dieser Aufstellung. Das lag wohl daran, dass wichtige Stammspieler wie Daniel, René, Sven, Megge und Christian fehlten.
Es ging rasant los. Nebst dem, dass René immer wieder die Vordermänner der Gegner mit seinem gekonnt platzierten Kurzspiel quasi an die Wand spielte, stach ein Spieler mit seinem Einsatz in den ersten Minuten gewaltig hervor. Hans hechtete auf jeden Ball! Er wehrte mit ungemeinem Selbstvertrauen alles ab, was in seine Richtung kam. Er zollte dem Spiel aber auch Tribut. Nach dem ersten Match waren seine Knie so geschunden, dass manch anderer den Bettel hingeworfen hätte, aber nicht unser Hans aus dem Elsass. Er brauchte, effizient wie er war, nur die nächste spiellange Pause um sich komplett zu regenerieren. Was ebenfalls seinem effizienten Gemüt entsprach war, dass er während seiner kurzen Pause natürlich noch das Amt des Linienrichters übernahm. Er dachte sich wahrscheinlich, dass wenn er schon herumliegen müsse, dann könne er das ja gleich an der Linie tun. Jaja…aber eben, das mit dem Multi tasking ist so eine Sache!
Im Verlauf des Nachmittags konnte ich mich dann noch an der Anwesenheit von Eynschy erfreuen. Sie kam um Basel Ost anzufeuern. Dachte ich!!! Plötzlich fand ich sie auf dem Feld wieder. Und im Gegensatz zu Michi, der mich, mal abgesehen von seiner Garderobe, aufs Spiel bezogen komplett überrascht hat, hatte sie sogar ein Trikot an. Ihre ersten Einsätze waren ein bisschen dürftig. Aber versteht mich jetzt nicht falsch! Das war nämlich nicht Ihre Schuld, sondern die Schuld desjenigen, der die Aufstellung gemacht hatte. So ein Idiot – dieser Frau steht doch der Angriff ins Gesicht geschrieben und er setzte Sie in die Verteidigung! Als Sie dann endlich mal, aus meiner Warte, am richtigen Ort eingesetzt wurde, entfaltete Sie Ihr ganzes Potential. Die talentierte Volleyballerin traktierte den Ball genauso wie die Gegner mit Ihren „bräääätsch“ –harten Schlägen. Cool – Wer hätte das gedacht?!
Es verging Spiel für Spiel und bei Basel Ost häuften sich die Punkte gleichermassen wie die Zuschauer. Diverse Leute machten den Spielen von Basel Ost ihre Aufwartung. Darunter auch ein paar der vermissten Stammfünf.
So endlich! Die Spielerei war zu Ende. Jetzt brauchte ich ein kaltes Spacebeer! Und siehe da, den Spielern von Basel Ost und ihren Zuschauern, Verwandten, Freundinnen und Freunden schien es genauso zu gehen. Sie sassen gemütlich beisammen und genossen Speis und Trank. Wobei ich aus der hintersten Ecke des Weltalls munkeln hörte, dass bei einem der Spieler jegliche Nahrungsaufnahme an diesem Abend herausgeschmissenes Geld war....
Mit freundlichen Grüssen
Ein Faustballbegeisterter extraterrestrischer Weltallbewohner
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 06. September 2011 um 14:15 Uhr  

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