Um 9:40 Uhr starteten wir, noch mit ein wenig Morgenmüdigkeit, in der Bäumlihof Sporthalle in unser erstes Spiel an diesem langen Turniertag. Die beiden Herren Wittlin konnten ihre sportlichen Fertigkeiten an diesem Tag aus gesundheitlichen Gründen dem Team nicht zur Verfügung stellen. So waren auf der Spielerliste die Namen von Daniel, Dominik, Hans, Megge, René und Yannick zu finden.
Nachdem die Erfolgsquote der zu Beginn etwas löchrigen Verteidigung im ersten Spiel nach kurzer Zeit verbessert werden konnte, schloss der ASV wieder zum Gegner auf. Die erste Halbzeit konnte dann mit einem stetigen, aber nicht allzu grossem Punktevorsprung beendet werden. Die zweite Spielhälfte gelang dann deutlich besser. Mit einer, für diese Tageszeit, sehr konstanten Leistung, wurde das erste Match gegen Kleinhüningen 3 gewonnen.
Dem Spielplan entsprechend, der in jeder zweiten Runde einen Einsatz für die Östler vorsah, standen wir um 10:20 Uhr mit einer leicht veränderten Aufstellung dem BTV Basel gegenüber. Der erste Eindruck, welcher eine harte Partie voraussagte, erwies sich nicht als ungerechtfertigt, doch mit viel Einsatz und Kampfgeist konnte der zweite Gegner mit einer äusserst knappen Punktedifferenz bezwungen werden.
Nach einer zwanzigminütigen Verschnaufpause, sollte die Siegessträhne von Basel-Ost aber vorerst unterbrochen werden. Die jungen Faustballer von Kleinhünigen 1 überzeugten in allen Belangen: Der Service war präzise, die Verteidigung meist dicht wie ein Gummi, der Angriff aus fast allen Lagen kräftig und von unserer Seite leider oftmals nicht mehr zu halten. Zum Schluss zählte sich eine Differenz von fast zehn Gutbällen. Doch der Spielmodus und unsere bisherige Leistung versprachen uns bei entsprechender Leistung im letzten Vorrundenspiel eine Revanche.
Eine kurze Befriedigung der kulinarischen Gelüste stärkte die Spieler für diese letzte Herausforderung an einem Sonntagmorgen. Mit der Motivation um die vorderen Ränge zu spielen erkämpfte sich der ASV Basel Ost erneut einen Sieg. Die Zwischenbilanz zeigte 3 Siege und eine Niederlage, was dem Team den zweiten Gruppenrang und somit einen Platz in der Finalistengruppe für die zweite Tageshälfte bescherte.
Das erste Spiel am Nachmittag führte uns gegen den Sieger aus der anderen Vorrundengruppe auf das Feld. Die grösstenteils älteren Herren des Kontrahenten weckten fälschlicherweise die Hoffnung auf einen einfachen Sieg. Doch auch wenn sie nicht mehr so schnell auf den Beinen waren wie unser Allrounder Dominik, formte sich aus ihrer Routine, ergänzt durch die hervorragenden Aufschläge und Angriffe ihres Schlagmanns ein Gegner, den wir nicht bezwingen konnten.
Nun kam es zur bereits angekündigten Revanche. In der ersten Halbzeit konnten wir uns einen beruhigenden Punktevorsprung gegen Kleinhüningen 1 erkämpfen. Dieses Polster konnte bis in die Mitte der zweiten Hälfte aufrechterhalten werden, doch dann kam der Einbruch. Eigenfehler um Eigenfehler machte es dem Gegner leicht, seinen Rückstand zu vernichten. Bis wir uns wieder gefangen haben, war unser Gegenüber bereits mit einem Punkt an uns vorbeigezogen. Nun war jeder Punkt bis zum Spielende hart umkämpft, wobei aufgebrannte Knie und Ellbogen nicht gescheut wurden. Dann wurden wir endlich durch den Abpfiff, der den letzten Angriff des Gegners unterbrach, für unseren Einsatz belohnt; mit einem Punkt konnten wir den Sieg davon tragen.
Etwas gemütlicher, aber trotzdem fordernd, konnten die zwei letzten Spiele gewonnen werden. Doch was jetzt? Die Gruppe war so ausgeglichen, dass anscheinend alle Teams mindestens einmal bezwungen wurden. Sind wir jetzt trotz einer Niederlage in der Finalrunde Turniersieger? Ich konnte die Antwort nicht abwarten - und das ist wortwörtlich gemeint, denn ich hatte am selben Tag noch einen Volleyballmatch. Ich verabschiedete mich also und verschwand in Richtung Bubendorf.
Auf dem Weg zum nächsten Einsatzort wurde mir dann das Resultat telefonisch mitgeteilt. Punktegleich mit Kleinhüningen 1 reichte es ganz knapp... ...nicht für den ersten Rang. Mit einem etwas schlechteren Ballverhältnis wurden wir aber stolzer Zweiter. Und dem Namen des Turniers entsprechend gab es als Preis für jeden einen Grättimaa.
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Kommentare
Hey Yannick, viele Dangg für dä tolli Bricht - isch wie immer super gschriibe